Blasenschwäche erfolgreich behandeln

MHA - Marienhospital Ankum Bersenbrück

Neue Operationsmethode im Marienhospital Ankum-Bersenbrück

 

Ankum. Blasenschwäche schränkt viele Menschen in ihrem täglichen Leben ein: Rund 45 Prozent der Frauen in Deutschland leiden darunter. In den Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Ankum-Bersenbrück wurde jetzt eine neue Operationsmethode zur schonenden und effektiven Behandlung eingeführt. "Wir können jetzt durch einen minimalen Eingriff erreichen, dass die Patientinnen von ihrem Leiden befreit werden", so Gynäkologe J. Konrad Lis, der das Verfahren erläutert.

Ein spannungsfreies Vaginalband wird bei dieser Methode unter die Harnröhre gelegt.

Der Eingriff verlangt einen kleinen Scheidenschnitt, durch den das so genannte Vaginaltape, eine Art Bändchen, unter Verwendung von speziellen Instrumenten in den Körper eingeführt wird. Dafür werden zwei rund  fünf Millimeter lange Stiche verwendet. Das Bändchen verwächst dauerhaft mit dem Gewebe. Gleichzeitig unterstützt es den Harnröhrenverschluss bei Belastungsinkontinenz, so dass die Patientin bereits direkt nach dem Eingriff trocken bleibt.

Der Eingriff dauert nur rund  20 Minuten. Er wird in der Partiellanästhesie durchgeführt. Kurz nach dem Eingriff kann  sich die Patientin frei bewegen und Mahlzeiten zu sich nehmen.

Die Blasenschwäche ist keinesfalls eine neue Erkrankung. Seit Generationen beobachtet man Menschen, die sich aus Schamgefühl, unkontrolliert nass zu werden, aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen, Freundschaften vernachlässigen, Ausflüge absagen. Auch führen Geruchsentwicklung sowie gleichzeitige Schädigung der Haut mit entsprechenden Infektionen zu weiteren Belastungen.

Diese Erkrankung betrifft nicht nur ältere Menschen. Auch viele junge Frauen können aufgrund der vorausgegangenen Geburten und Operationen davon betroffen sein.

 

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