Bischof und Bandidos

MHO - Marienhospital Osnabrück

Neue Fotopräsentation von Patrick Benten mit 54 Menschen und Situationen in der Eingangshalle des MHO

Osnabrück. Was verbindet den Bischof und den Rockerclub Bandidos ? MHO-Mitarbeiter Patrick Benten besuchte sie beide und noch viele weitere Menschen für seine neue Fotopräsentation, die jetzt bis zum 15. Februar in der Eingangshalle der Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück zu sehen ist.

 

Ein Jahr lang war er mit seinem roten Rucksack unterwegs. Er hat Menschen und Situationen fotografiert. Herausgekommen sind 54 Bilder, die überwiegend in Stadt und Landkreis Osnabrück entstanden.

 

„Ich möchte Impulse geben“, sagt Benten. Seine Idee war, den Jakobsweg mal im Alltag zu suchen: „Ich wollte zeigen, wie andere Menschen ihr Leben gestalten und verdeutlichen, dass die Wege nicht immer gerade und steinlos sind. Es ging mir um Menschen, die ihr Ding machen.“

 

Neben Bischof Dr. Franz-Josef Bode, Michael Hull und dem Künstler Volker-Johannes Trieb hat Benten zum Beispiel auch die Osnabrücker Bandidos vor die Linse bekommen. „Erst war mir etwas seltsam dabei, aber dann haben wir uns gut verstanden, ja fast eine gegenseitige Sympathie entwickelt“, berichtet Benten.

 

Im Osnabrücker Spielcasino hat er seinen Rucksack auf einen Roulettetisch gelegt. „Weil das Leben ein Roulette ist, Glück und Pech, alles kann kommen.“ Auf dem Rückweg hat er Junkies getroffen. Auch die waren bereit, sich ablichten zu lassen. „Ich wollte völlig wertfrei zeigen, dass auch das ein Weg im Leben ist“, erläutert der Fotograf: „Ebenso machen Straßenmusiker und Abseitsverkäufer ihr Ding.“ Beeindruckend sei eine Hospizbewohnerin gewesen, die dabeisein wollte und einige Tage später gestorben sei: „Wir haben uns lange unterhalten und dann das Foto gemacht. Die Stimmung in dem Gespräch mit ihr war immer positiv.“

 

Patrick Benten aus Hagen, Jahrgang 1967, arbeitet seit 25 Jahren im Marienhospital Osnabrück. Vorher hatte er schon seinen Zivildienst im MHO absolviert. Heute ist er im Versorgungsdienst des Krankenhauses tätig. Fotografieren war schon in der Jugend sein Hobby.

 

 

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