Bauliche Neugestaltung eingesegnet

Meilenstein für Niels-Stensen-Kliniken Bramsche

Die bauliche Neugestaltung der Niels-Stensen-Kliniken Bramsche ist abgeschlossen und durch Domkapitular Theo Paul eingesegnet worden.

Heiger Scholz, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales,

Gesundheit und Gleichstellung, betonte im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung: „Das medizinische und pflegerische Fachpersonal versteht es in eindrucksvoller Weise, sich um die Patientinnen und Patienten zu kümmern und zwar medizinisch und menschlich. Dafür bedanke ich mich bei allen sehr herzlich.  Mit der Unterstützung des Landes für die nun abgeschlossenen Baumaßnahmen in Höhe von 18,5 Millionen Euro leisten wir in diesen schwierigen Zeiten landesseitig einen Beitrag zu einer guten Versorgung von Menschen mit seelischen Erkrankungen.“

Wichtig sei, dass die niedersächsischen Krankenhäuser darüber hinaus schnell „Unterstützung aus Berlin zur Bewältigung der massiven Kostensteigerungen aufgrund der Inflation und der Energiekrise erhalten“. Niedersachsen setze sich beim Bund energisch dafür ein, „dass die bereits angekündigten Hilfen so schnell wie möglich konkretisiert werden und dann auch zeitnah bei den Kliniken ankommen“.

Werner Lullmann, Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken, dankte allen am Bau Beteiligten sowie allen Wegbegleitern. Die Einweihung einer abgeschlossenen Baumaßnahme sei in einem Krankenhaus immer ein besonderer Tag zum Feiern. Aber in Bramsche sei es bis hierher ein besonders langer Weg gewesen und die Sorgen und Unsicherheiten der Mitarbeitenden seien über Jahre aufs äußerste strapaziert worden. Lullmann erinnerte an die Entwicklung des Bauvorhabens: Im Jahr 2014 sei es im Rahmen von „Regionalgesprächen zur Gesundheitsversorgung in der Gesundheitsregion Osnabrück“ zu der Entscheidung gekommen, das Krankenhaus aus einem Haus der „Grund- und Regelversorgung“ umzuwandeln in eine Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik mit einer Klinik für Innere Medizin: „Für uns war das damals die Grundlage für eine medizinische, wirtschaftliche und bauliche Perspektive für den Krankenhausstandort, für die wir heute noch sehr dankbar sind.“ Gleichzeitig appelliert Lullmann an alle Bundes- aber auch Landespolitiker: Angesichts der personellen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie, die sich gerade durch den rasanten Anstieg der Sach- und Energiekosten noch dramatisch verschärften, rief er die Politik auf, sich entschieden für kurzfristige Abhilfe einzusetzen.

Bramsches Bürgermeister Heiner Pahlmann dankte den Niels-Stensen-Kliniken, dem Land Niedersachsen und allen anderen Beteiligten, „die am Erhalt des Krankenhauses mitgewirkt haben“. Das Krankenhaus sei für die Bevölkerung enorm wichtig, auch unter emotionalen Aspekten hinsichtlich Sicherheit und Vertrauen. In das Krankenhaus sei deshalb viel investiert worden. „Wir haben nun ein attraktives Gebäude“, freute sich Pahlmann,

Carsten Oberpenning, der während der letzten drei Jahre der Bauzeit der verantwortliche Verwaltungsdirektor war, sagte: „Die Baumaßnahme war eine schwierige Zeit für alle Beteiligten. Der ständige Baulärm, die Arbeiten im Haus und auf den Stationen, die häufigen (Interims-)Umzüge und die damit verbundenen Organisationsanpassungen haben sowohl unseren Mitarbeitenden als auch unseren Patienten vieles abverlangt. Dafür ein großes Dankeschön.“

Architekt Jörg Schneider (GSP Gerlach Schneider Partner Architekten) übergab symbolisch den Schlüssel und sagte, er sei mehr als erfreut, „dass durch die Umbau- und Neustrukturierungsmaßnahmen der Niels-Stensen-Kliniken in Bramsche ein großer und wichtiger Schritt gegangen wurde“. Dieses Gebäude stelle die Heilung des Menschen in den Mittelpunkt. Entstanden seien helle, freundliche und den Heilungsprozess unterstützende Räumlichkeiten. Die Architektur fokussiere sich jedoch nicht nur auf die Patienten und ihre Angehörigen, sondern auch auf das Klinikpersonal, das an einem gesunden Ort arbeiten wolle und auf einen gut funktionierenden Arbeitsablauf angewiesen sei.

Mehrere Bereiche erneuert

Realisiert wurden in den vergangenen vier Jahren Bauzeit folgende Bereiche:

Im 2. Obergeschoss: Neue technische Zentralen, Räumlichkeiten für die Physikalische Therapie, die Ergotherapie, Kunst- und Musiktherapie und einen großen Fitnessraum. Somit konnten hier Räume, die vorher im ganzen Haus verstreut waren, an einem Ort gebündelt werden.

Im 1. Obergeschoss: Zusammenlegung einer Station für innere Medizin mit 36 aufstellbaren Betten und integrierter Intensivpflegeeinheit von 6 Betten.

Im Erdgeschoss: Zentrale Aufnahme- und Notfallversorgung, Klinischer Arztdienst, Endoskopie, Radiologie, Physiotherapie (Massageabteilung), Prosektur mit Abschiedsraum, neuer Haupteingang mit Serviceeinrichtungen und Cafeteria.

Alle diese Arbeiten wurden unter laufendem Krankenhausbetrieb realisiert. Das erforderte sehr kleinteilige Abschnittsbildungen sowie Arbeiten an Wochenenden und in den Abendstunden. Zudem wurde durch die energetische Sanierung der gesamten Gebäudehülle ein wertvoller Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet.

Der neue Haupteingang ist jetzt direkt gegenüber dem Rathaus angeordnet und unmittelbar von der großen Parkplatzanlage zu erreichen. Die neue, lichtdurchflutete Eingangshalle liegt nun im Zentrum der Klinik, mit kurzen, übersichtlichen Wegen in alle Funktionsbereiche. Sie verfügt über großzügige Wartezonen und eine Cafeteria für die Versorgung des Klinikpersonals sowie von Patienten und Besuchern.

 

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