Ambulante Pflege in Russland erfahren

NSP - Niels Stensen Pflegezentrum

Studentin aus dem Niels Stensen Pflegezentrum Ankum ist zu Praxisprojekt aufgebrochen

Ankum/Osnabrück. Elf Wochen Russland: Eleonore Michanosin aus Ankum ist 21 Jahre alt und im Rahmen ihres Dualen Studiums Pflege im Niels Stensen Pflegezentrum Ankum tätig. Zum Studium gehört im sechsten Semester auch ein Praktikum, das sie bis zum 27. Mai in einem Dorf nahe der russischen Stadt Marx absolviert. Sie war bisher nur einmal als Kind in Russland, hat russische Wurzeln und spricht auch russisch. Die Entscheidung für das Praktikum in einer ambulanten Altenpflegeeinrichtung fiel nach einem Gespräch mit Ottmar Steffan von der Russlandhilfe des Caritasverbands für die Diözese Osnabrück. Die ambulante Altenpflege ist Neuland für sie, denn bisher arbeitet Eleonore im Niels Stensen Pflegezentrum stationär. Die Einrichtung für ambulante Pflege in dem Dorf hat vier Mitarbeiter und kümmert sich um die häusliche Pflege. Mit dem Praktikum ist für Eleonore eine Projektarbeit verbunden: Sie möchte verschiedene Fragen beantworten. Zum Beispiel geht es ihr darum, zu erfahren, wie die Finanzierung der ambulanten Pflege in Russland funktioniert. Auch interessiert sie die Qualifikation der Pflegenden und wen sie pflegen. Zudem möchte sie wissen, ob es in Russland verschiedene Pflegegrade gibt, wie wir sie kennen. Und sie möchte sich mit dem Versorgungssystem allgemein befassen. Ist die Pflege in Russland professionell oder eher einfach gehalten ? Auch das möchte sie herausfinden. Eleonore weiß, dass die Menschen sehr arm leben in dem Dorf. Daher stellt sich für sie die Frage, wie es mit Behandlungsmaterial und Verbandsmaterial bestellt ist. Schon die Vorbereitungen auf die Reise wollten durchdacht sein: Sie musste einen Reisepass beantragen, ihn nach Russland schicken, um eine Einladung zu erhalten. Die kam dann zur russischen Botschaft nach Hamburg. Dann mussten auch noch die Formalitäten für die Krankenversicherung erledigt werden. Untergebracht ist Eleonore in einer Gastfamilie. Von dem Aufenthalt in Russland erhofft sie sich viele neue Erfahrungen und aufschlussreiche Erkenntnisse für ihre Projektarbeit. Für eine Ausbildung in der Altenpflege hat sich Eleonore ganz bewusst entschieden. Nach der 10. Klasse hatte sie im Niels Stensen Pflegezentrum ein Praktikum absolviert, in der 12. Klasse hier als Pflegekraft gearbeitet und ihr Fachabi an den Berufsbilden Schulen Bersenbrück gemacht. „Weil mir die Arbeit im Niels Stensen Pflegezentrum Spaß gemacht hat, habe ich mich dann für ein Duales Studium am Bildungszentrum St. Hildegard der Niels-Stensen-Kliniken und an der Hochschule Osnabrück entschieden“, berichtet sie. Heimleiter Axel Spieker begrüßt das. Sie bringe akademisches Wissen mit und das tue dem Haus gut, sagt er. „Wir profitieren von dem Wissenstransfer.“ Nun ist er gespannt, welche neuen Eindrücke sie von ihrem Russlandaufenthalt mitbringt. Darüber wird sie nach ihrer Rückkehr berichten. 

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