Abschied einer Institution

MHA - Marienhospital Ankum Bersenbrück

Seelsorgerin Schwester Mauritia verlässt das Marienhospital

 

 

 Ankum. Seelsorgerin Schwester Mauritia ist nach über zehnjähriger Tätigkeit in den Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Ankum (MHA) in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden:  „Zu einem Baum, der keine Früchte trägt, führt kein Weg.“ Mit diesem afrikanischen Sprichwort brachte Maria Künnemann, Vertreterin der Krankenhausbesuchsdienste im MHA, das Wirken von Schwester Mauritia auf den Punkt: Sie habe in den Jahren ihres Wirkens die Seelsorge aufgebaut und viele Menschen begleitet.

Als sie Ende 2000 berufen wurde, als Seelsorgerin tätig zu werden, ahnte wohl niemand, welche „Erfolgsgeschichte“ sie im MHA schreiben würde. Denn keiner der Gratulanten ließ auch nur den geringsten Zweifel daran aufkommen, dass sie ganz für die Seelsorge im MHA steht. So wurde das Krankenhaus nicht zuletzt aufgrund ihrer Arbeit im Jahr 2007 für seine seelsorgerische Arbeit besonders ausgezeichnet.

Daher sei die Verabschiedung bei allem Wehmut über ihren Weggang doch ein Grund zum Feiern, so Geschäftsführer Ralf Brinkmann. Pflegedirektor Hubert Riese warf die Frage auf, was denn das Besondere an einem katholischen Krankenhaus sei: „Es ist nicht nur die Medizin und die Pflege, sondern die ganzheitliche Betrachtung des Menschen, also auch seiner Seele.“ Auch wenn sie das Haus nun verlasse, habe Schwester Mauritia Landkarten ihrer seelsorgerischen Tätigkeit bewahrt, die besonders ihrem Nachfolger Diakon Olaf van der Zwaan die Arbeit erleichtern werde: „Die Fußstapfen, die Sie hinterlassen, sind allerdings groß“, sagte er.

Pastor Bernd Heuermann machte Schwester Mauritia ein Geschenk der besonderen Art: „Immer, wenn ich zum Marienhospital kam und das grüne Auto sah, war ich sehr beruhigt, denn ich wusste: Schwester Mauritia ist da.“ Aus diesem Grund dürfe sie dieses Fahrzeug auch weiterhin nutzen. Pastor Zbigniew Kadzilla, der einige Jahre gemeinsam mit Schwester Mauritia für die seelsorgerische Tätigkeit am MHA verantwortlich zeichnete, betonte, dass sie viele sichtbare und unsichtbare Spuren in den Herzen der Menschen, die sie begleitete, hinterlassen habe.

Zum Abschluss der kleinen Feierstunde erinnerte sich Schwester Mauritia an ihren ersten Besuch im MHA. Unsicher sei sie zunächst gewesen, doch bereits nach dem ersten Kontakt mit den Mitarbeitern spürte sie ein großes Vertrauen. „Seelsorge ist nie die Sache eines Einzelnen, sondern nur in einem Netzwerk möglich“, betonte sie. Daher ging auch ein besonderer Dank an den Seelsorgezirkel im MHA sowie die Besuchsdienste der umliegenden Gemeinden.

 

 

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