Die Teddyambulanz in den Niels-Stensen-Kliniken Bramsche
Seit 2010 besteht in den Niels-Stensen-Kliniken Bramsche mittwochs die Möglichkeit für Kindergärten und Grundschulen die Teddyambulanz zu „buchen”.
Umgesetzt wurde die Idee in erster Linie von Doro Malorny (Kinderkrankenschwester) und Karina Kaulfuss (Krankenschwester), die beide im Bramscher Krankenhaus beschäftigt sind.
In unsere Notfallambulanz kommen häufig Kinder als kleine Patienten, die Ängste mitbringen, weil der Ablauf in einer Ambulanz völlig anders ist, als der in vertrauter Umgebung beim Kinderarzt. Das veranlasste uns zu überdenken, ob man nicht im Vorfeld die Situation „Ambulanz” bzw. „Krankenhaus” weniger bedrohlich machen könnte.
Um den Ängsten entgengenzuwirken erstellten wir ein Konzept und machten uns ans Werk, es für unser Krankenhaus umzusetzen:
Ein Besuch in der Teddyambulanz soll möglichst realistisch sein und einen „echten” Ambulanzbesuch simulieren.
Die Kinder kommen mit je einem Kuscheltier, für das sie sich vorab eine Erkrankung ausgedacht haben, in unsere Teddysprechstunde. Das kann vom „Schnabelbruch” über simple Halsschmerzen bishin zu notwendigen „Nasentransplantation” (weil die Nase nach jahrelangem Schmusen abgefallen ist) reichen. Die Kuscheltiere werden auf einem speziellen Röntgengerät (im echten Leben ein Kopierer) durchleuchtet, um die Diagnose zu stellen. Dann werden die Tiere entsprechend ihrer Erkrankung mit Verbänden, Spritzen und Ähnlichem so realitätsnah wie möglich versorgt. Damit das Kuscheltier auch ganz gesund wird, gibt es nach der Behandlung noch ein Rezept über „Gesundbärchen”, das in der Apotheke neben dem Krankenhaus für ein Tütchen Gummibärchen eingelöst wird.
Nachdem unser Konzept stand, fuhren wir zu den Bramscher und Wallenhorster Kindergärten und Grundschulen und stellten uns und das kostenlose Angebot vor. Schon bald wurden die ersten Termine vereinbart und im ersten Jahr 30 Teddysprechstunden abgehalten. Kinder, Eltern, Lehrerinnen, Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher äußerten sich durchweg positiv und wünschten sich die Fortführung dieses Angebotes.
Uns wuchs die Teddyambulanz richtig ans Herz und wir sind natürlich auch zukünftig bereit, wenn es heißt:
„Dr. Doro und Dr. Karina bitte in die Teddyambulanz!”







