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Geschichte des Marienhospitals Osnabrück


"Cholera, Bombenangriffe und Hochwasser"

1859 ist das Gründungsjahr des Marienhospitals in Osnabrück (MHO). In dieser Zeit, in der die Cholera-Epidemie über Osnabrück hereinbrach, gab es in Osnabrück zu wenig Betten für Kranke, die ärztlich behandelt werden mussten. Für die rund 300 an Cholera erkrankten Einwohner reichte das Angebot bei weitem nicht aus. Daher setzte sich der damalige Bischof Paulus Melchers für die Errichtung eines weiteren Krankenhauses in der Osnabrücker Südstadt ein.
Das Dechantenhaus von St. Johann wurde geräumt und eine Station eingerichtet. So entstand am 20. August 1859 das Bischöfliche Krankenhaus in Osnabrück unter der Ärztlichen Leitung von Dr. Hermann Vezin. Die pflegerische Arbeit lag in den Händen dreier Barmherziger Schwestern vom Heiligen Karl Borromäus aus Trier.

Seinen Namen verdankt das Marienhospital der Landesfürstin Königin Marie von Hannover, die gleichzeitig das Patronat für die junge Gründung übernahm. Umbauten und Erweiterungen prägten die folgenden Jahre. Die Patientenzahlen stiegen rasch. Bereits 1877 sorgten sich zehn statt zu Beginn drei Borromäerinnen um das Wohl der Kranken.
Auch technische Verbesserungen ließen nicht allzu lange auf sich warten:
Hierzu zählen zum Beispiel eine Zentralheizung (1889), der Anschluss an das städtische Wasserwerk (1890), Telefonanschluss (1897), spezielle Operationsräume (1898), der erste Röntgenapparat (1899) und der Anschluss an das Elektrizitätswerk (1901).

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts versorgten Ärzte und Pflegepersonal sowie 22 Ordensschwestern rund 1300 Patienten jährlich. Während des Ersten Weltkrieges wurde das Marienhospital teilweise in ein Lazarett umfunktioniert.
Im Jahr 1926 wurde der baufällige Altbau der Dechanei niedergerissen und durch einen Neubau ersetzt. Kapazitätsvergrößerung auf 400 Betten und Modernisierung der Einrichtung konnten so erreicht werden.

Ab 1939 wurde ein großer Teil des Marienhospital Osnabrück abermals Lazarett. Fünf Jahre später wurde das Krankenhaus durch mehrere Bombenangriffe nahezu völlig zerstört. Der Krankenhausbetrieb musste in das Umland verlagert werden. Der Krieg ließ das Marienhospital als Trümmerhaufen zurück.
Was der Krieg nicht vernichtet hatte, fiel im ersten Friedenswinter 1945/46 einem Hochwasser der Hase zum Oper, die bei Schneeschmelze durch Kriegstrümmer aufgestaut wurde.

Doch bereits 1950 war die vollständige Rückverlegung aller Abteilungen möglich. 1961, elf Jahre später, war der Wiederaufbau vorerst abgeschlossen. Die Einrichtung neuer Fachabteilungen forderte seit den 70er Jahren wiederum zahlreiche Umbaumaßnahmen.

Permanente bauliche und fachliche Erweiterungen für neue Pflegestationen, OP-Einrichtungen und Bereiche für Funktionsdiagnostik erfolgten, so dass die Patienten heute in einem gut ausgestatten und modernen Krankenhaus versorgt werden.

Mehr: pdf-Datei (ca. 7,5 MB) zur Geschichte des Marienhospitals Osnabrück herunterladen.

 

Weitere Informationen:


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