Das Ethikkomitee der Niels-Stensen-Kliniken

Seit dem Jahr 2005 gibt es ein gemeinsames Ethikkomitee für die Einrichtungen der Niels-Stensen-Kliniken. Zuvor bestanden einige Ethikkomitees in den einzelnen Einrichtungen. Das Ethikkomitee ist bewusst interdisziplinär (fachabteilungsübergreifend) zusammengesetzt, damit die verschiedenen Berufsgruppen ins Gespräch kommen und sich gemeinsam eine Meinung zu ethischen Problemfeldern bilden können.

Im Ethikkomitee steht die Beratung grundsätzlicher Fragestellungen im Vordergrund. Anders als in den ethischen Fallbesprechungen in den Krankenhäusern werden im Ethikkomitee keine kurzfristigen Empfehlungen zu konkreten Fällen ausgesprochen. Vielmehr geht es um Fragestellungen grundsätzlicher Natur oder Empfehlungen zu häufig auftretenden Konfliktsituationen, die ohne direkten Handlungsdruck gemeinsam erarbeitet werden.

Ziel des Ethikkomitees ist es, alle in den Einrichtungen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch Beratung und Beurteilung ethischer und rechtlicher Aspekte medizinischen Handelns und verantwortungsvoller Pflege zu unterstützen sowie ethisch verant­wortetes Handeln zu fördern. Es geht also insbesondere um die ethische Bildung des medizinischen und pflegerischen Personals sowie der Angehörigen und Patienten selbst. 

Das Ethikkomitee erarbeitet grundsätzliche Handlungsorientierungen und Empfehlungen zu ethisch relevanten Fragestellungen. Diese Empfehlungen werden den Krankenhausdirektorien und Geschäftsführungen vorgelegt, um sie bei ihren Entscheidungen zu beachten. Im Falle eines abweichenden Vorgehens beziehungsweise der Nichtbeachtung einer Empfehlung, ist dies dem Ethikkomitee gegenüber mitzuteilen und zu begründen. Die Empfehlungen werden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Häuser entsprechend bekannt gegeben. Hierzu dienen sowohl gedruckte Leitfäden, die innerhalb der Häuser verteilt werden, als auch Informationsveranstaltungen für alle Mitarbeiter.

Zudem unterstützt und initiiert das Ethikkomitee Fortbildungsveranstaltungen zu ethisch relevanten Fragestellungen. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermutigt werden, sich mit ethischen Fragestellungen auseinanderzusetzen, diese zu reflektieren und darüber ins Gespräch zu kommen. Ebenso werden Patienten und Bewohner der Einrichtungen, ihre Angehörigen und Betreuer über den Umgang mit bestimmten Fragestellungen informiert.