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 Chest Pain Unit (CPU)

Das Marienhospital Osnabrück hat als erstes Krankenhaus der Region eine so genannte Chest-Pain-Unit (Brustschmerz-Einheit) eingeführt. Sie soll die medizinischen Notfallversorgungsmöglichkeiten in Stadt und Landkreis Osnabrück weiter verbessern. In der neuen Behandlungseinheit, die mit einem Bauvolumen von rund 2,9 Millionen Euro eingerichtet  und im November 2010 fertiggestellt wurde, können lebensbedrohliche Erkrankungen wie Herzinfarkt, Lungenembolie oder Herzrhythmusstörungen besser diagnostiziert werden. Die Chest-Pain-Unit umfasst zwölf Betten unter kardiologischer Leitung, angeschlossen wurde im März 2011 eine zusätzliche Monitor-Überwachungseinheit (Intermediate-Care) mit max. weiteren 13 Betten.

Als Übergangslösung wurde am 01.10.2009 zunächst eine kleinere Einheit einer Chest-Pain-Unit mit zunächst vier Monitor-Betten in den Räumen der Zentralen Notaufnahme (ZNA) des Marienhospitals in Betrieb genommen.

Es werden hier Patienten mit Brustschmerz (Angina pectoris) oder Luftnot unklarer Ursache sowie anderen Notfällen des Herz-Kreislaufsystems aufgenommen. Bei plötzlichen Schmerzen im Brustkorb oder bei unklarer Luftnot können lebensbedrohliche Erkrankungen wie Herzinfarkt, Lungenembolie, Herzrhythmusstörungen oder akute Erkrankungen des Herzmuskels (Herzinsuffizienz) sowie der Hauptschlagader (Aortendissektion) vorliegen. Eine schnelle und genaue Diagnose kann daher Leben retten.

Das innovative Konzept der Chest-Pain-Unit (CPU) sorgt bei verdächtigen Beschwerden durch ein beschleunigtes und straff strukturiertes Untersuchungskonzept für eine schnelle Diagnose. Diese ist Basis für eine rasche und zielgerichtete Therapie. Für die besonders gefährdeten Herz-Kreislauf-Patienten können dadurch Wartezeiten vermieden werden.

Die Chest-Pain-Unit ist rund um die Uhr besetzt. "Ein erfahrener Kardiologe ist jederzeit verfügbar und kann bei Diagnose eines drohenden Herzinfarktes sofort eine rettende Herzkatheterbehandlung zur Eröffnung eines verschlossenen Herzkranzgefäßes durchführen", so Chefarzt Prof. Dr. Thomas Wichter. Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Röntgenabteilung des Marienhospitals können auch anderweitige Ursachen akuter Brustkorb-Beschwerden (Lungenembolie, Aortenerkrankungen) durch Computertomographie (CT) schnell und sicher diagnostiziert werden.

Die Mitarbeiter der CPU werden durch regelmäßiges Megacode-Training auf eine leitliniengerechte Bewältigung von Notfallsituationen geschult.

Chest-Pain-Units senken aktuellen Studien zufolge die Anzahl der Todesfälle nach Herzinfarkt deutlich. In Deutschland erleiden jedes Jahr etwa 280.000 Menschen einen Herzinfarkt, mehr als 60.000 sterben daran. Bei der Behandlung zählt jede Minute: Je früher das verschlossene Herzkranzgefäß beim Herzinfarkt wieder eröffnet ist und der Herzmuskel wieder mit Sauerstoff versorgt wird, desto größer ist die Chance auf Überleben und guten Behandlungserfolg mit Erhalt von Belastbarkeit und Lebensqualität. In vielen Fällen sind die Symptome eines Herzinfarktes oder anderer lebensbedrohlicher Herz-Kreislauf-Erkrankungen jedoch nicht eindeutig.

Die neue Chest-Pain-Unit am Marienhospital sorgt hier für schnelle Klärung und rettende Therapie.

 

Arzt-Kontakt CPU/IMC

24h-Telefon:

0541/ 326-8188

24h-Fax:

0541/ 326-3864

 

 

 

 

 

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