Rechtsherzkatheter-Untersuchung
In der Diagnostik von Herzklappenfehlern und von Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien) wird die Rechtsherzkatheter-Untersuchung, zum Teil auch mit Belastung angeboten.
Über die Punktion einer Vene in der Leiste werden die für die Untersuchung notwendigen Katheter (Swan-Ganz-Katheter) in die rechten Herzhöhlen ( rechter Vorhof und rechte Hauptkammer) und durch die Pulmonalklappe in die Lungenstrombahn eingeführt.
Es werden Druckmessungen durchgeführt zur Bestimmung der aktuellen Herzleistung und Gefäßwiderstände.
Es können Medikamentenwirkungen auf die Gefäße überprüft werden, zum Beispiel zur optimierten Behandlung eines Bluthochdruckes in der Lungenstrombahn ( pulmonale Hypertonie).
Auch die Entnahme von Muskelproben aus der rechten Hauptkammer ( Myokardbiopsie) ist möglich. Diese werden von uns in eines der aktuell vier in Deutschland bestehenden Speziallabor weitergeleitet, damit weitere Informationen zur Ursache von bislang unklaren Herzmuskelerkrankungen, z.B. durch Stoffwechselerkankungen, bei akuten oder chronischen Entzündungen, angeborenen oder erworbenen Störungen der Zellfunktion, vorliegen.
Nach der Untersuchung wird der Katheter und die zur Einführung notwendige Gefäßschleuse entfernt, aufgrund des niedrigeren Druckes in der venösen Gefäßbahn im Gegensatz zur arteriellen Gefäßbahn genügt die Anwendung eines Klebeverbandes und die Bettruhe ohne notwendige vollständige Immobilisation der Beine über 3 Stunden.









