Renale Denervierung bei therapierefraktärer arterieller Hypertonie

- Dr. Weglage bei der Nierenarteriendarstellung vor der folgenden renalen Denervierung.
Als "therapierefraktärer arterieller Hypertonus" bezeichnet man einen Bluthochdruck, der trotz konsequenter Einnahme von mindestens drei blutdrucksenkenden Mitteln in der maximal tolerierten Dosierung inklusive eines wassertreibenden Medikamentes (Diuretikum), nicht zu einer zufriedenstellenden Einstellung in den gewünschten Zielbereich gelangt.
Sogenannte sekundäre Hypertonien, d.h. Blutdruckerhöhung durch andere behandelbare Erkrankungen wie Hormonstörungen, sollten zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschlossen worden sein.
Für Patienten mit einer therapierefraktären arteriellen Hypertonie besteht seit ca. 2 Jahren die Möglichkeit zu einer kathetergestützten Behandlung, die auch in der Klinik für Kardiologie des Marienhospitals Osnabrück eingesetzt wird.
Hierbei werden die niereneigenen Nervenfasern, die Einfluss auf die blutdruckregulierende Funktion ausüben, durch Hochfrequenz-Strom aus dem Inneren der Nierenarterie heraus verödet.
In den folgenden 3 Monaten kommt es nach aktuellen Studienergebnissen in der Mehrzahl der behandelten Patienten zu einer bedeutsamen Blutdrucksenkung, die auch zu einer möglichen Reduktion der notwendigen medikamentösen Therapie führen kann.
Bzgl. dieser neuen Therapieoption werden aktuell viele Artikel sowohl in der Fach-, als auch in der Laienpresse veröffentlicht.
Ein aktueller Bericht ( Mahfoud F, Himmel F, Ukena C, Schunkert H, Böhm M, Weil J: Treatment strategies for resistant arterial hypertension. Dtsch Arztebl Int 2011; 108(43): 725-31) aus dem Deutschen Ärzteblatt lässt sich unter folgendem Link ansehen:










