Magnetresonanztomographie des Herzens (Kard-MRT)

In Zusammenarbeit mit der Klinik für Radiologie ( Chefarzt Professor Dr. Mundinger) führen wir die Kernspintomographie des Herzens (Kard-MRT) durch. Hierbei werden durch Magnetfeldimpulse Atome des menschlichen Körpers angeregt und ihre resultierenden Impulse zur Bildherstellung verwendet.
Die Darstellung des Herzens, seiner Wandabschnitte, der Klappenfunktion erfolgt hierbei unabhängig von äußeren Einflüssen, die die Darstellung mittels Echokardiographie zum Teil unmöglich machen wie Übergewicht, Lungenerkrankungen oder Skelettveränderungen.
Die Durchblutung des Herzmuskelgewebes kann im Kard-MRT mit medikamentöser Belastung (zumeist Adenosin, seltener Dobutamin) überprüft werden, die Darstellung von narbigen Veränderungen ist sowohl bezüglich Lokalisation als auch in der Ausdehnung aussagekräftig möglich.
Durch Darstellung von verspätetem Anreichern von Kontrastmittel in Herzmuskelgewebe ("late enhancement") kann ein geschädigtes Areal besser erkannt werden.
Bestimmte Signalphänomene erlauben die Diagnosestellung von entzündlichen Veränderungen, z.B. im Rahmen einer akuten viral bedingten Herzmuskelentzündung.
Patienten mit Metall-Fremdkörpern im Körper, wie z.B. Herzschrittmacher, implantierten Defibrillatoren, Granatsplittern, dürfen nicht ohne weiteres an einer Kard-MRT-Untersuchung teilnehmen. Bitte fragen Sie uns nach, wenn dieses auf Sie zutrifft.
Es gibt aber auch Herzschrittmacher-Systeme wie z.B. der Fa. Medtronic: EnRhythm MRI™ SureScan™, bzw. der Fa.Biotronik: Evia HF-T oder CRT-P sowie den ICD Lumax 740 ICD bzw. CRT-D, die so hergestellt sind, dass von außen zugetragene Energiequellen das System nicht beeinflussen können. So wird verhindert, dass der Herzschrittmacher bzw. ICD die während der MRT erzeugten magnetischen Strahlen nicht fehldeutet und nur in sehr geringem, absolut ungefährlichem Maß weitergibt.
Bei geeigneten Patienten können dieses Schrittmacher-bzw. ICD-Systeme in unserer Klinik implantiert werden.
Patienten mit bekannter Klaustrophobie oder Neigung zu Panikattacken sollten ebenfalls mit uns absprechen, welche Möglichkeiten bestehen, die Untersuchung trotzdem durchführen zu können.
Die erhobenen Befunde werden zusammen mit den Kollegen der radiologischen Klinik ausgewertet und in regelmäßigen kardiologisch-radiologischen Konferenzen besprochen.
Zur weiteren Qualitätssicherung erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit weiteren nationalen Zentren der kardialen Bildgebung.

- Zertifikat über die Teilnahme des Marienhospitals Osnabrück am EuroCMR-Register, ausgestellt vom Institut für Herzinfarktforschung









