Cardiac Contractility Modulation (CCM)
Das Prinzip der CCM-Therapie (Cardiac Contractiliy Modulation) beruht auf der Abgabe eines hochenergetischen elektrischen Impulses innerhalb der totalen Refraktärzeit des rechten Ventrikels über zwei konventionelle Schrittmacherelektroden im rechtsventrikulären Septum. So kann auch in entfernten Myokardbezirken (z.B. linksventrikulär) über verschiedene Mechanismen akut und im Langzeitverlauf eine signifikante positiv inotrope Wirkung erzielt werden. Zusätzlich wird eine Vorhofelektrode zur Steuerung des Systems implantiert. Die Impulsabgabe erfolgt über 8h pro Tag. Bei aktivem CCM-Modus wird elektrokardiografisch ein typischer Stimulationsartefakt im QRS-Komplex erscheinen.
Die CCM-Therapie ist als ein zur kardialen Resynchronisation komplementäres Verfahren zu sehen bei solchen Patienten, die für eine Resynchronisation aufgrund eines zu schmalen QRS-Komplexes nicht in Frage kommen, oder für solche, die als CRT-Nonresponder angesehen werden. Die Wirksamkeit dieses neuartigen Therapieansatzes hinsichtlich Verbesserung der Lebensqualität symtomatischer Patienten konnte zuletzt in einer grossen europäischen Multicenter-Studie (FIX-HF-4, Eur Heart J 2008) belegt werden.
Die Nachsorge sollte an mit dieser Therapie vertrauten Zentren wie unserer Klinik erfolgen. Aufgrund des hohen Energiebedarfs des Gerätes ist die Batterie-Aufladung durch den Patienten erforderlich - dies geschieht über transkutane Induktion mittels einer speziellen Weste einmal pro Woche. Die Patienten werden dementsprechend geschult und mit den nötigen Geräten versorgt.









