Ballon-Valvuloplastien
Professor Dr. Wichter führte die Behandlung von hochgradigen Einengungen der Mitralklappe in Form der "perkutanen Mitral-Ballonvalvuloplastie" bereits in seiner Zeit als Ltd. Oberarzt der Klinik für Kardiologie der Medizinischen Universitätsklinik in Münster durch und wendet diese Technik nun auch als Chefarzt im Marienhospital Osnabrück bei geeigneten Patienten an.
Hierbei wird die eingeengte Herzklappe zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer durch einen über die Leistenvene eingeführten Inoue-Ballon, der nach transseptaler Punktion vom rechten in den linken Vorhof eingeführt wird, aufgedehnt. Es erfolgt die Kontrolle der Klappenöffnungsfläche und des Druckgradienten über der Klappe, die Behandlung hat eine Erfolgsrate von ca. 90-95%, um eine Verdopplung der Klappenöffnungsfläche, bzw. die Halbierung des Druckgradienten zu erreichen.
Eine Ballonvalvuloplastie der Aortenklappe ist nur als palliative Therapie zu bedenken, wenn der Patient weder einem klassischen herzchirurgischem Eingriff wie Aortenklappenersatz ( mechanisch oder biologisch), noch der perkutanen Aortenklappen-Implantation zugeführt werden kann oder soll.









