Vorgeburtliche Diagnostik
Pränataldiagnostik und Pränatal-Sprechstunde:
Liebe werdende Eltern,
falls bei Ihnen in der Schwangerschaft Risiken wie z. B. Zwillinge, Steißlage, Zuckerkrankheit oder Schwangerschaftshochdruck bestehen, so können wir Sie in einer speziellen Pränatalsprechstunde beraten. Wir empfehlen in jedem Fall eine vorherige Vorstellung, wenn z. B. ein Kaiserschnitt geplant werden soll.
In unserer Sprechstunde für Pränataldiagnostik werden spezielle Ultraschalluntersuchungen und invasive Eingriffe durchgeführt.
Hierzu steht uns ein Hochleistungsultraschallgerät der neuesten Generation mit einer 4D-Matrix Sonde zur Verfügung.
Frau Dr. Lampe und Frau Dr. Blümel führen diese Untersuchungen bei uns für stationäre und ambulante Patientinnen durch. Sie haben eine spezielle Zusatzausbildung (DEGUM II) und arbeiten eng mit den Pädiatern des angeschlossenen Christlichen Kinderhospital Osnabrück (CKO) zusammen.
Das CKO am Marienhospital Osnabrück ist eine der größten und modernsten Kinderkliniken in Niedersachsen, so dass die hier geborenen Kinder auch nach der Geburt optimal versorgt werden können, ohne das sie von der Mutter getrennt werden müssen.
In der Sprechstunde für Pränataldiagnostik werden folgende Untersuchungen durchgeführt:
ULTRASCHALLUNTERSUCHUNGEN
1. Ersttrimester-Screening
Bereits in der 12.-14. Schwangerschaftswoche (SSW) erfolgt eine frühe Untersuchung der Organe des Ungeborenen, außerdem können über eine Beurteilung der so genannten "Nackentransparenz", einer Flüssigkeitsansammlung im fetalen Nacken, Hinweise auf eine angeborene Chromosomenstörung oder eine schwere Organfehlbildung gefunden werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, 2 Parameter aus dem mütterlichen Blut zu bestimmen (freies ß-HCG und PAPP-A) und diese in die Risikobestimmung mit einfließen zu lassen.
2. differenzierte Organdiagnostik und Echokardiographie
In der 20.-22. SSW sind die Organe des Ungeborenen per Ultraschall am besten zu beurteilen, außerdem kann durch eine Durchblutungsmessung der Gebärmuttergefäße das Risiko einer Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) bestimmt werden und gegebenenfalls eine Therapie begonnen werden.
3. Dopplersonographie
Zum Beispiel bei Verdacht auf Mangelentwicklung des Kindes kann durch Durchblutungsmessungen am Kind, Naberschnur und Gebärmutter der Grad der fetalen Gefährdung bestimmt und der optimale Entbindungszeitpunkt gefunden werden.
INVASIVE TECHNIKEN
1. Mutterkuchengewebsentnahme (Chorionbiopsie)
In der 11.-13. SSW kann bei Verdacht auf eine angeborene Chromosomenstörung des Feten Mutterkuchengewebe mittels einer Nadel durch die Bauchdecke gewonnen werden. Das Fehlgeburtsrisiko liegt bei 1%.
2. Fruchtwasseruntersuchung (Amnionzentese)
Mittels einer Nadel wird durch die Bauchdecke unter Ultraschall etwas Fruchtwasser gewonnen. Dadurch können die Chromosomen eines Kindes sicher bestimmt werden. Das Frühgeburtsrisiko beträgt ca. 0,5%.







