Arthroskopische und minimalinvasive Verfahren
Allgemein besteht die Indikation zur Gelenkspiegelung, wenn eine therapeutische Konsequenz folgt. Arthroskopien sind dann angezeigt, wenn sie einem offenen Verfahren überlegen sind. Sinn und Zweck ist es, die Traumen an den Weichteilen so gering wie möglich zu halten. Es kann eine Vielzahl von Erkrankungen angegangen werden , die sich täglich in unserer Klinik zeigen.
Am Knie erfolgen zu 70 Prozent alle Eingriffe arthroskopisch. Alle Eingriffe in Regional- oder Allgemeinanaesthesie durchgeführt werden. Hierzu stehen den Patienten eine Fachklinik für Anästhesie zur Seite. Patientenwünsche sind dabei - wenn möglich - vorrangig zu berücksichtigen.
Obere Extremität
Schulterarthroskopien (Spiegelungen)
Inspektion eines Schultergelenkes bei chronischen Erkrankungen, bei eingeschränkter Therapie.
Behandlungsmöglichkeiten: Bankart-Läsionen, Risse der Rotatorenmanschette, subacrominale Debridement's und Entdachungen bei Impingement`s.
Ellenbogengelenke
Die Spiegelung kann in lokaler als auch in Vollnarkose durchgeführt werden mit dem Ziel, chronische Erkrankungen zu erkennen, Diagnosen zu sichern und Therapiekonzepte zu erarbeiten. Die Arthroskopie beschränkt sich auf Entfernen von freien Gelenkkörpern, arthroskopisch kontrollierte Arthrolysen, Osteochondrosis dissecans, Synovialektomie.
Handgelenke
Inspektionen der Kompartimente , des distalen Handgelenkes, der karpalen Bandsysteme, aber auch die Steuerung von intraartikulären Radiusfrakturen zur Wiederherstellung der Gelenkfläche sind möglich.
Entzündliche Veränderungen können saniert (Synovia) werden. Außerdem werden Diskusteilresektionen durchgeführt. Vorausgehen kann in jedem Fall eine Arthrografie oder auch ein MRT.
Untere Extremität
Kniegelenk
Das Kniegelenk ist das größte Gelenk der Menschen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass das Gelenk zahlenmäßig am häufigsten mit einem Arthroskop angegangen werden kann.
Die meisten Operationen sind hier standardisiert, bei folgenden Verletzungen bzw. Schäden:
- Meniskusschäden (Resektionen, Rekonstruktionen)
- Gelenkkapselschäden (Synovitiden, Infektionen)
- Knochen-Knorpelschäden (arthroskopisch kontrollierte Osteosynthesen, Inspektion und Resektion sowie Debridement von Knorpelschäden/laterales Release, freie Gelenkkörper, Osteophytenabtragungen, subchondrale Bohrungen)
- Bandschäden (Kreuzbandchirurgie-wie Erhalt oder Ersatz der Kreuzbänder, Plastiken wie z.B. Rekonstruktion durch Semitendinosus sind gängige Verfahren.)
Sprunggelenke
Die Fußgelenkszerrung - auch Distorsion genannt - ist bekannterweise eine der häufigsten Verletzungen. Es werden das OSG inspiziert und das Hämarthros ausgespült. Rekonstruktive Möglichkeiten sind selten. Aber auch Stadieneinteilungen und Behandlung der Osteochondrosis sind arthroskopisch möglich.
In unserer Klinik werden die oben beschriebenen Verfahren angeboten, wobei die meisten Arthroskopien sich am Kniegelenk abspielen, allein schon deswegen, da Knieverletzungen mit zu den häufigsten Sportverletzungen gehören.
Auch wenn sich die minimalinvasiven Verfahren in den letzten Jahren immermehr durchsetzten, ist unser Team jederzeit bereit, auf ein offenes Verfahren umzusteigen.










