Tumor der Hirnanhangsdrüse
Die Hypophyse, auch Hirnanhangsdrüse genannt, ist eine wichtige Quelle für verschiedene Hormone des menschlichen Körpers. Hormonstörungen - also eine Über- oder Unterfunktion dieser Drüse - können durch einen Tumor – das Hypophysenadenom - hervorgerufen werden. Die Folgen dieser Hormonstörungen sind sehr vielfältig, sie können z.B. Fettsucht, Riesenwuchs und Störungen der Geschlechtshorme bedeuten. Die genaue Hormondiagnostik sollte durch einen Endokrinologen erfolgen.
Bei dem Hypophysenadenom handelt es sich um einen gutartigen Drüsentumor, der im Normalfall nach einer Behandlung nicht wieder auftritt. Einige dieser Tumoren können medikamentös behandelt werden. Falls eine Operation notwendig ist, erfolgt diese in den meisten Fällen durch die Nase ohne eine sichtbare Schädelöffnung. Selbst bei Patienten, bei denen keine Hormonstörung vorliegt, muss die Frage nach einer Operation unbedingt geklärt werden, da Hypophysenadenome durch ihre Nachbarschaft zu den Sehnerven an der Schädelbasis zu Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen können.
Bei der Operation wird der Tumor durch die Nase mit einem Operationsmikroskop unter Schonung des gesunden Gewebes der Hirnanhangsdrüse entfernt. Nach der Operation wird der Patient für eine Nacht auf einer Observationsstation überwacht, die Nase ist durch zwei Tamponaden verschlossen. Am Tag nach der Operation kann der Patient bereits das Bett verlassen, die Tamponaden werden am Folgetag entfernt. Die Entwicklung der Hormonsituation wird genau kontrolliert. Manchmal müssen noch Hormone als Medikamente eingenommen werden. Nach einer Woche des stationären Aufenthaltes kann der Patient meist nach Hause entlassen werden.









