Meningeom
Meningeome sind meist gutartige Tumoren, die von den Hirnhäuten (Meningen) ausgehen und durch ein langsames Wachstum gekennzeichnet sind. Sie können überall dort entstehen, wo das Hirngewebe von Hirnhäuten umgeben ist und verdrängen durch ihr zunehmendes Volumen innerhalb des begrenzten Schädels das Nervengewebe.
Die Symptomatik richtet sich nach dem Sitz des Tumors. Häufig wird das Wachstum des Tumors relativ lange vom Hirngewebe „geduldet“, ohne dass eine Symptomatik auffällig wird. Schließlich kann es zu Kopfschmerzen, Krampfanfällen, Sehstörungen, Beeinträchtigungen des Riechens oder Schmeckens, Lähmungen oder Gefühlsstörungen, etc. kommen.
Die Diagnostik umfasst in der Regel schnittbildgebende Verfahren wie die Computertomographie und/oder die Kernspintomographie.
Meningeome sind einer medikamentösen oder strahlentherapeutischen Therapie kaum zugänglich, so dass praktisch nur die Operation als Therapie in Frage kommt. Dabei wird der Schädel durch eine so genannte Kraniotomie eröffnet. Die Computernavigationseinheit ermöglicht dabei eine möglichst kleine Eröffnung. Der tumortragende Teil der Hirnhaut wird mitsamt dem Tumor entfernt und die Hirnhaut an dieser Stelle durch körpereigenes Gewebe aus der Kopfhaut ersetzt, bevor der Schädelknochen wieder verschlossen wird.
Nach der Operation werden die Patienten auf der Überwachungsstation beobachtet und können am nächsten Tag auf die Normalstation verlegt werden. Nach einer Woche wird das Nahtmaterial entfernt und der Patient kann aus der stationären Behandlung entlassen werden.









