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Wirbelkanaleinengung

Viele Patienten berichten, dass sie nur noch eine bestimmte Strecke gehen können, bevor ein krampfartiger Schmerz in den Beinen einsetzt, meist verbunden mit einem Taubheits- oder Kribbelgefühl, woraufhin schließlich die Beine ihren Dienst versagen. Die Patienten müssen sich dann vornüberbeugen oder besser setzen, nach kurzer Zeit sind die Beschwerden rückläufig und der Gang kann fortgesetzt werden (ähnlich der „Schaufensterkrankheit“). Häufig können diese Patienten an einem Gehstock leichter gehen oder relativ beschwerdefrei Fahrrad fahren. Dieses sind die typischen Beschwerden einer Claudiatio spinalis, verursacht durch eine lumbale Spinalkanalstenose.

Der Spinalkanal ist ein durch die Wirbelsäule gebildeter teils knöcherner Kanal, in dem das Rückenmark und die abgehenden Nervenwurzeln verlaufen. Bei der Spinalkanalstenose ist dieser Kanal durch Abnutzungserscheinungen (Degeneration) an den Gelenken, Bändern und Bandscheiben der Wirbelsäule in einem bestimmten Bereich so stark eingeengt, dass die durchlaufenden Nervenfasern kaum noch Platz finden und gedrückt werden.

Die Therapie ist in der Regel die Operation. Dabei wird über einen kleinen Hautschnitt in der Mitte des Rückens von ca. 3 cm Länge der hintere Bereich des Wirbelkanals auf beiden Seiten in Form eines kleinen „Fensters“ eröffnet. Manchmal ist es auch erforderlich, die hintere knöcherne Begrenzung des Spinalkanals vollständig zu entfernen (Laminektomie). Dadurch wird Platz für die Nerven geschaffen. Bei bestimmten Indikationen kann es notwendig sein, einen Abstandhalter in der OP-Höhe einzusetzen.

In der Regel wird der Patient ambulant für die Operation vorbereitet, am Morgen des Operationstages aufgenommen und bleibt anschließend etwa eine Woche im Krankenhaus. Bereits am Tag nach der Operation darf der Patient aufstehen und umhergehen. Parallel beginnt die physiotherapeutische Therapie, bei der unter anderem wirbelsäulenschonende Bewegungsmuster erlernt werden. Nach dem stationären Aufenthalt empfiehlt sich eine ambulante oder stationäre physiotherapeutische Weiterbehandlung, die bei Bedarf und den Wünschen des Patienten entsprechend durch uns organisiert wird.

 

Ihr Ansprechpartner


Chefarzt
Prof. Dr. med.
Christoph Greiner
Facharzt Neurochirurgie

Weitere Informationen unter:

Marienhospital Osnabrück
Klinik für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie

Bischofsstraße 1
49074 Osnabrück

Telefon: 0541 / 326-4291
Telefax: 0541 / 326-4293
E-Mail: neuro@mho.de

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