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Mögliche Risiken

Spezielle Risiken und mögliche Komplikationen der Narkose

Nach der Narkose ist es möglich, dass bei Ihnen Befindlichkeitsstörungen auftreten können. Hierzu zählen vor allem Übelkeit und Erbrechen, erkältungsähnliche Beschwerden im Hals sowie Venenreizungen, Missempfindungen, Entzündungen und Blutergüsse im Bereich der Einstichstellen von Kanülen und Kathetern. Diese Befindlichkeitsstörungen gehen im Allgemeinen rasch vorüber.

Die ständige Betreuung durch Ihren Anästhesisten und die engmaschige Überwachung mit Hilfe technischer Geräte haben das Risiko ernsthafter Zwischenfälle erheblich verringert. Obwohl viele Patienten notfallmäßig operiert werden oder schwerkrank sind, tritt heute nur äußerst selten ein schwerer Narkosezwischenfall auf. Machen Sie sich daher keine unnötigen Sorgen.

Zu den seltenen Risiken zählt der Übertritt von Mageninhalt in die Lunge (Aspiration) mit der Gefahr einer Lungenentzündung. Essen und trinken Sie daher vor dem Eingriff bitte nichts, wie in unseren Verhaltensregeln empfohlen. Selten treten Verletzungen von Zähnen bzw. Zahnersatz, Mund und Kehlkopf mit Heiserkeit und Schluckbeschwerden auf.

Ebenfalls selten sind ernsthafte Herz-, Kreislauf- oder Beatmungsprobleme, die z.B. durch Unverträglichkeitsreaktionen (Allergien) ausgelöst werden können, sowie Lähmungen und Gefühlsstörungen an Armen oder Beinen durch Druck auf Nerven während der Narkose, die sich meist aber innerhalb weniger Monate von selbst zurückbilden.

Äußerst selten ist das so genannte Narkosefieber (maligne Hyperthermie) als eine plötzliche Entgleisung des Muskelstoffwechsels unter Narkose.

Bei größeren Eingriffen oder bei erhöhtem Risiko infolge von Vorerkrankungen führt der Anästhesist weitere Maßnahmen durch, die der umfangreicheren Überwachung dienen. Dazu zählen:

  • Anlage eines zentralvenösen Katheters
  • Arterielle Blutdruckmessung
  • Magensonde
  • Blasenverweilkatheter u.a.

Wenn Sie wünschen, informiert Sie der Anästhesist im Aufklärungsgespräch über Risiken dieser zusätzlichen Maßnahmen. Selbstverständlich wird er Sie auch gerne über die Risiken einer erforderlichen Fremdbluttransfusion sowie über die Möglichkeiten, Fremdblutgaben zu vermeiden, informieren.

 

Spezielle Risiken und Komplikationen von Regionalanästhesien

Generell sind, ebenso wie bei der Allgemeinanästhesie, schwere Zwischenfälle, z.B. Herz-Kreislauf- bzw. Atemstillstand, äußerst selten. Sie können durch Unverträglichkeitsreaktionen auf die verwendeten Medikamente oder versehentliches Einspritzen des Lokalanästhetikums in ein Blutgefäß ausgelöst werden. Bleibende Nervenschäden wie beispielsweise Lähmungen, im Extremfall bei rückenmarksnahen Prozeduren auch Querschnittslähmung, als Folge von Blutergüssen, Entzündungen an der Einstichstelle oder direkter Nervenverletzungen sind ebenfalls sehr selten. Das gleiche gilt für Verschlechterung des Seh- und Hörvermögens und eine Hirnhautentzündung. Blutergüsse bilden sich in aller Regel schnell von selbst zurück.

 

Ihr Ansprechpartner

Chefarzt
Priv.-Doz. Dr. med. Martin Beiderlinden

Marienhospital Osnabrück
Klinik für Anästhesie
Bischofsstraße 1
49074 Osnabrück
Telefon: 0541 / 326 4502
Telefax: 0541 / 326 4505
E-Mail:
anaesthesiologie@mho.de

 

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