Intensivmedizin

Auf unseren Intensiv- und Überwachungsstationen können Patienten nach großen Operationen oder mit schweren Vorerkrankungen lückenlos überwacht werden. Es stehen insgesamt 16 Intensiv- und 4 IMC-Versorgunsplätze zur Verfügung. Für die Behandlung nach großen Operationen, lebensbedrohlichen Infektionen und Unfällen steht ein engagiertes und gut ausgebildetes Ärzte- und Pflege-Team mit modernsten Behandlungsoptionen bereit.
Zur Sicherstellung des Gasaustausches unter lungenprotektivem Ansatz werden EVITA 4-Respiratoren benutzt. Diese kommen auch bei Patienten mit schwerem Lungenversagen, dem ARDS, zum Einsatz. Sollte auch mit diesen Maßnahmen eine lebensbedrohliche Störung des Gasaustausches, wie Sie bei schwerst kranken Patienten häufiger vorkommt, nicht beherrschbar sein, steht die Möglichkeit zur ECMO-Therapie zur Verfügung. Diese „künstliche Lunge“, in Anlehnung an die „künstliche Niere“, kann das Blut des Patienten außerhalb des Körpers mit Sauerstoff anreichern und vom Kohlendioxid befreien.

Unsere Intensivstation ist Mitglied des deutschen ARDS-Netzwerkes, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Versorgungssituation von Patienten mit dem akuten Lungenversagen in Deutschland zu verbessern. Somit nehmen wir unseren Versorgungsauftrag für diese Patienten in unserer Region sehr ernst.
Das Marienhospital ist zertifiziertes überregionales Zentrum für die Versorgung von Patienten nach schweren Unfällen. Daher behandeln wir auf unserer Intensivstation Patienten mit Verletzungen aller Organsysteme. Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma werden mit Hindruckmonitoring und, falls erforderlich nach dekompressiver Kraniotomie, leitliniengerecht behandelt.

Beim akuten Nierenversagens im Zusammenhang mit septischem oder hämorrhagischem Schock sind modernste Nierenersatzverfahren zur kontinuierlichen Therapie („künstliche Niere“) im Einsatz. Sollte eine Antikoagulation problematisch sein, wird eine regionale Antikoagulation mit Citrat („CiCa“) eingesetzt, wodurch die Blutungskomplikationen vermindert werden können.
Für die Überwachung und Therapie unserer schwerkranken Patienten stehen uns neben dem Standardmonitoring die Sonographie, Echokardiographie inkl. der transösophagealen Echokardiographie zur Verfügung. Bei besonders kritischen Patienten wird die Herzleistung mittels pulmonalarteriellem Kathetern mit kontinuierlicher Messung des Herzzeitvolumens und der gemischt-venösen Sättigung gemessen.
Chip-Bronchoskope ermöglichen dezidierte diagnostische und therapeutische Untersuchungen des Bronchialbaums und stellen gute Sichtbedingungen bei der Punktionstracheotomie dar, die frühzeitig bei Patienten mit zu erwartender längerer Beatmungsdauer durchgeführt wird.
Neben diesen „apparativen“ Möglichkeiten der Maximaltherapie stehen bei unserem Team immer der Patienten und seine Angehörigen im Mittelpunkt, denn zur guten und erfolgreichen Intensivmedizin gehört immer auch die menschliche und emotionale Zuwendung in dieser besonders schweren Zeit.









