Die Geschichte unseres Krankenhauses

Im Februar 1898 treten drei Thuiner Schwestern des Ordens "Franziskanerinnen vom heiligen Märtyrer Georg" einen langen Weg zu Fuß an. Ihr Ziel: Ostercappeln, ein kleines Dorf am Südhang des Wiehengebirges. Schon von weitem sehen die Schwestern die katholische Pfarrkirche wie eine Burg aus dem Dorfkern ragen. Sie wandern an ihr vorbei geradewegs auf das am östlichen Rand Ostercappelns gelegene alte Wohnhaus zu. Es ist ein bescheidenes Anwesen, das ihr Orden einige Wochen zuvor erworben hat. Es soll von nun an den Schwestern als Pflegestation dienen, um von hier aus den Kranken zu dienen.

Einhundertundsechs Jahre später präsentiert sich das Klinikum St. Georg, Krankenhaus St. Raphael als modernes Akutkrankenhaus mit medizinisch-pflegerischer sowie technischer Versorgung auf höchstem Niveau. Auf den folgenden Seiten laden wir Sie ein, diesen erfolgreichen Weg in unserem chronologischen Rückblick mit zu verfolgen.

Geschichtlicher Rückblick 1898 - 2009

1898
Einzug der ersten Thuiner Schwestern in das erworbene Bauernhaus, das im Volksmund schon bald als "Das Klösterchen" bezeichnet wird. Die erste Aufgabe der Ordensschwestern ist die ambulante Krankenpflege

1904
Bau des Kurheims, anfangs für Tuberkulosekranke vorgesehen
Einweihung der Hauskapelle

1906
Eigenständige Errichtung der Lourdes Grotte als weiterer Ort für Andacht und Gebet

1909
Bau des Krankenhauses mit anfangs 25 Krankenbetten

1923
Beginn der chirurgischen Behandlungen

1942
Kriegsbedingt muss der Kurbetrieb eingestellt werden

1951
Nach Kriegsende erfolgt der Neubeginn: das ehemalige Kurheim wird als Bettentrakt für das Krankenhaus übernommen. Für eine Station mit 36 Betten gibt es eine Badewanne, eine Toilette, drei Brechschalen und für das ganze Haus insgesamt drei Thermometer. Als erste Fachabteilungen werden die Chirurgie sowie - als Belegabteilung - die Gynäkologie und Entbindung eingerichtet.

1955
Einrichtung einer Fachabteilung für Innere Medizin

1966
Gründungsjahr der Schule für Krankenpflegehilfe

1971
Bezug des neuen Bettenhauses

1976
Ausbildungsbeginn für den Beruf der "Städtischen Hauswirtschafterin"

1978
Einrichtung einer Fachabteilung für Anästhesie- und Intensivmedizin

1983
Einzug in die neue Intensivstation und die Rettungswache
Erweiterung der chirurgischen Ambulanz

1984
Das Krankenhaus erhält eine Urkunde von Bundespräsident Karl Carstens für beispielhafte Leistungen in der Berufsausbildung junger Menschen

1988
Einrichtung einer Aufnahmestation

1989
Namensänderung in "Krankenhaus St. Raphael"

1991
Gründung einer Diabetes-Station

1994
Beginn des Modellprojekts "SPES VIVA". SPES VIVA steht für "lebendige Hoffnung" und hat zum Ziel, die Sterbebegleitung in den Krankenhäusern zu verbessern. Dafür wird ein Wohnbereich auf einer Station eingerichtet, der von zwei Krankenzimmern aus direkt zu betreten ist und eine heimische Atmosphäre vermittelt.
Beginn des minimalinvasiven und ambulanten Operierens

1995
Verleihung des Sonderpreises "Golden Helix Award" für das Konzept der Schulung von Pflegenden in der Diabetesversorgung

1997
Verleihung des Janssen-Cilag - Zukunftspreises für SPES VIVA

1998
Das Krankenhaus feiert sein 100-jähriges Jubiläum
Gründung des Krankenhausverbundes der Franziskanerinnen St. Georgsstift e.V., Thuine, gemeinsam mit dem Franziskus-Hospital Harderberg, dem Elisabeth Krankenhaus Thuine und dem Franziskus-Krankenhaus Berlin

1999
Einrichtung einer Fachabteilung für Thoraxchirurgie

2000
Fusion der beiden Häuser Krankenhaus St. Raphael und Franziskus-Hospital Harderberg zum "Klinikum St. Georg"
Beginn der umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten an der Südseite des Bettenflügels mit dem zusätzlichen Einbau von Naßzellen in allen Patientenzimmern

2002
Die Katholischen Krankenhäuser der Region Osnabrück rücken enger zusammen: zwischen dem Klinikum St. Georg und dem Marienhospital Osnabrück entsteht die "Managementgesellschaft Katholischer Krankenhäuser in der Region Osnabrück (MKO)"

2003
Einweihung des fertig gestellten Bettentraktes
Fertigstellung der neuen Rettungswache

März 2004
Als 18. Krankenhaus in Deutschland erhält das Krankenhaus St. Raphael das Qualitätszertifikat von KTQ & proCum Cert verliehen
Einrichtung einer Palliativ-Station
Fertigstellung des Altenheims 'Haus St. Michael'

Dezember 2004
Die neu entwickelten gemeinsamen Leitlinien für die Mitarbeiter/innen der Klinikum St. Georg GmbH werden im Rahmen der Adventsfeierlichkeiten an die Belegschaft ausgegeben

Januar 2005
Am 01.01.2005 geht der gemeinsame MKO-Internet-Auftritt online. Mit der Einstellung des Pneumologen Dr. Bernd Roß als Oberarzt der Inneren Medizin nimmt der Aufbau des Lungenzentrums – gemeinsam mit der Thoraxchirurgischen Abteilung - weiter Gestalt an Beginn des MKO-übergreifenden Projekts "Patientensicherheit und Risikomanagement"

März 2005
Einrichtung des MKO-Ethikkomitees Eröffnung der Tagesklinik für ambulante Operationen

November 2006
Zum zweiten Mal nach 1997 erhält das Krankenhaus für die SPES VIVA – Initiative den Medizinischen Jassen Cilag Preis als „Bester der Besten“ aller bisherigen Preisträger Mitarbeiter/innen des Hauses sammeln ihre Lieblingsrezepte und veröffentlichen sie in dem Buch „Mein Liebling im Kochtopf“. Der Verkaufs-Erlös geht an SPES VIVA

Februar 2007
Erfolgreiche Re-Zertifizierung des Gesamtkrankenhauses nach KTQ/proCum Cert Werner Lullmann wird neuer Geschäftsführer der MKO

Juli 2007
Einrichtung der Wundambulanz

Oktober 2007
Mit der Gründung des MKO-Bildungszentrums St. Hildegard wird die Pflege-Ausbildung am Standort Detmarstraße in Osnabrück zentralisiert

Juli 2008
Der neue Geschäftsführer der Klinikum St. Georg GmbH, Michael Kamp, tritt seinen Dienst an.

November 2008
Umfirmierung der MKO in Niels-Stensen-Kliniken.

Januar 2009
Beitritt des Christlichen Klinikums Melle zum Verbund der Niels-Stensen-Kliniken.

Juni 2009
Erfolgreiche Re-Re-Zertifizierung des Gesamt-Krankenhauses nach KTQ & proCum Cert.