Die interventionelle Bronchologie dient der nicht operativen Behandlung von gut- und bösartigen Erkrankungen der Bronchialwege. Hierbei handelt es sich in erster Linie um gut- oder bösartige Stenosierungen der zentralen Atemwege. Hierzu steht der Thoraxchirurgie das gesamte Instrumentarium der flexiblen Videochip- und der starren Bronchoskopie einschließlich moderner Beatmungstechniken der JET- Ventilation zur Verfügung. Verwendet werden zur Rekanalisation von Stenosierungen Dilatationskatheter, die Argon-Plasma-Koagulation, ein Nd:YAG- Laser oder die Kryo-Therapie. Zusätzlich werden verschiedene Formen endobronchialer Stents implantiert.
In der akuten Notfallsituation sind mit den Mitteln der interventionellen Bronchologie lebensrettende Maßnahmen sicher möglich. Hierzu gehören Situationen wie Fremdkörperaspirationen, endobronchiale Blutungen, Aspirationen im Rahmen von Tracheo- oder Broncho-ösophagealen Fisteln oder akuten Erstickungssituationen aufgrund von Stenosierungen.
In Kooperation mit der Strahlentherapie an der Paracelsus-Klinik Osnabrück (Chefarzt Prof. Dr. W. Wagner) erfolgen endobronchiale Bestrahlungen (Brachytherapie).






