Schulterschmerzsyndrom = Subakromiales Schmerzsyndrom - Impingementsyndrom
Allgemein
Subakromiale Schmerzsyndrome (Synonyme: Impingementsyndrom, Engpasssyndrom) und Läsionen der Rotatorenmanschette gehören zu den häufigsten und sozio-ökonomisch relevantesten muskuloskelettalen Erkrankungen. Verursacht werden sie durch krankhafte Veränderungen der anatomischen Strukturen unterhalb des Schulterdachs und oberhalb des Oberarmkopfes, die eine schmerzhafte Funktionsstörung des Schultergelenkes auslösen. Bei chronischen Schmerzzuständen und Entzündungen des Schleimbeutels im Subakromialraum ist häufig auch die Rotatorenmanschette in Mitleidenschaft gezogen.
Betroffene Patienten klagen über eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung, insbesondere beim Arbeiten oder Heben von Gewichten in Vorhalte oder über Kopf. Zum Teil werden auch Ruheschmerzen und regelmäßig Nachtschmerzen angegeben, vor allem beim Liegen auf der betroffenen Schulter. Bei der Untersuchung der Schulter findet sich typischerweise ein "schmerzhafter Bogen" bei der Abspreizbewegung.
Behandlung
Bei gesichertem Subakromialsyndrom ohne Rotatorenmanschettendefekt sollte zunächst für mind. 2-3 Monate eine adäquate konservative Therapie mit nichtsteroidalen Antirheumatika, subakromialen Infiltrationen eines Lokalanästhetikums in Kombination mit Kortison sowie zentrierender Krankengymnastik durchgeführt werden.
Erst bei anhaltenden Beschwerden stellt sich die Indikation zur operativen subakromialen Dekompression (= Erweiterung des Raumes unter dem Schulterdach) mit Abtragung der Akromionvorderkante und Ablösung des Lig. coracoacromiale. Begleitende Erkrankungen wie Entzündungen der langen Bizepssehne oder auch arthrotische Veränderungen des Schultereckgelenkes sollten stets mitbehandelt werden. Die Operation kann nahezu immer arthroskopisch (per "Schlüssellochtechnik") durchgeführt werden. Im Anschluss kann eine funktionelle, schmerzadaptierte Behandlung ohne Bewegungslimitierung durchgeführt werden.









