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Schulterinstabilität (Schulterluxation)

Allgemein

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Aufgrund dieser Tatsache neigt es auch häufiger als andere Gelenke zu Verrenkungen. Nach Schultergelenksverenkungen, auch Luxationen genannt,  kann es zu einer Instabilität des Schultergelenkes kommen. Wenn die Luxation durch Unfälle oder sportliche Aktivitäten ausgelöst wurde, spricht man hier von einer traumatischen Schulterinstabilität. Eine Instabilität kann in einigen Fällen auch angeboren sein, dann spricht man von einer habituellen Schulterinstabilität.
Damit das Schultergelenk so gut beweglich ist, ist die knöcherne Führung des Gelenkes nicht sehr ausgeprägt. Eine ausreichende Stabilität des Schultergelenkes wird durch zusätzliche Weichteile (Gelenklippe, Bänder usw.) erreicht. Nach Verrenkung können diese Weichteile von der Schulterpfanne abgelöst werden und es kommt somit zu einer verminderten Stabilität des Schultergelenkes. Das führt dazu, dass die Schulter ohne erneuten Unfall bei bestimmten Bewegungen oder geringen Kraftanstrengungen erneut herausspringen kann. Ohne operative Behandlung ist im Langzeitverlauf mit einem vermehrten Verschleiß des Gelenkknorpels (Schulterarthrose) zu rechnen.

 

Behandlung

Bei der angeborenen, sog. habituellen Instabilität des Schultergelenkes ist häufig eine spezielle Krankengymnastik mit einem eigens ausgearbeiteten physiotherapeutischen Übungs- und Trainingsprogramm zur Stabilisierung ausreichend und nur in seltenen Fällen eine operative Behandlung erforderlich.
Auf der anderne Seite ist bei der unfallbedingten Instabilität des Schultergelenkes häufig eine operative Behandlung zu empfehlen, insbesondere bei jungen, sportlich aktiven Menschen. Die abgerissene  Gelenklippe wird an die Schulterpfanne angeheftet und durch gleichzeitige Raffung der Gelenkkapsel die Stabilität des Schultergelenkes wiederhergestellt. Die operative Behandlung kann, abhängig vom Ausmaß des Schadens und der Häufigkeit der Luxationen, arthroskopisch oder offen durchgeführt werden.
Die postoperative Nachbehandlung erstreckt sich in der Regel über einen Zeitraum von 4-10 Wochen.

 

 

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Priv.-Doz. Dr. Olaf Rolf
Chefarzt

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Chirotherapie, Physikalische Therapie, spezielle operative Orthopädie

Tel.: 0541/ 502-2550
Fax: 0541/ 502-2125
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