Das vordere Kreuzband
Allgemein
Entsprechend der steigenden Zahlen Sporttreibender nimmt auch die Zahl der Sportverletzungen stetig zu. Der Riss des vorderen Kreuzbandes ist eine schwere Verletzung. Die meisten Patienten klagen über ein subjektives Instabilitätsgefühl im betroffenen Kniegelenk (sog. „Giving way“). Sie haben ein Gefühl der Unsicherheit, da sie das Kniegelenk auf Grund der fehlenden Funktion des Kreuzbandes nicht mehr ausreichend stabilisieren können knickt es bei bestimmten Bewegungen unkontrollierbar für den Patienten weg (sog.„Pivot shift“ Phänomen). Die Diagnose vordere Kreuzbandruptur wird in der Mehrzahl der Fälle klinisch gestellt. Für die Diagnosesicherung steht u.a. die Kernspintomographie zur Verfügung.
Behandlung
Grundsätzlich stehen bei der Therapie der vorderen Kreuzbandverletzung der konservative oder der operative Therapieansatz zur Auswahl. Für welches Vorgehen man sich entscheidet hängt in erster Linie von den sportlichen Ambitionen des Patienten, in zweiter Linie vom Alter des Patienten und den Belastungen im Alltag und im Beruf ab. Der vordere Kreuzbandriss stellt die Indikation für ein rasches arthroskopisch assistiertes Kreuzband-Ersatzplastik, falls der Patient seine sportlichen Ambitionen weiterverfolgen will. Bei der operativen Behandlung des VKB-Risses hat sich die arthroskopisch-assistierte vordere Kreuzband-Ersatzplastik mittels Semitendinosus- Sehne als Standard heutzutage etabliert.







