Chirurgische Onkologie (Tumorchirurgie)
Die Tumorchirurgie befasst sich mit den gut- und bösartigen Erkrankungen von Organen.
Um das Ausmaß der Erkrankung festzustellen ist vor einer Operation in der Regel eine umfassende Diagnostik nötig. Zusammen mit Internisten und Onkologen wird in gemeinsamen Konferenzen das optimale Behandlungskonzept ausgearbeitet.
Dickdarm
Es werden alle Behandlungsmethoden bei bösartigen Dickdarmerkrankungen nach aktuellen Therapierichtlinien durchgeführt. Besondere Aufmerksamkeit liegt dabei in der genauen Entfernung von Lymphknoten, da hierdurch die Wahrscheinlichkeit der Heilung erhöht wird.
Enddarm
Das Ziel bei Operationen im Enddarm ist immer die Erhaltung des natürlichen Darmausganges.
Um dieses Ziel zu erreichen kann es erforderlich sein, dass ab einem bestimmten Stadium der Erkrankung eine neoadjuvante Therapie durchgeführt wird. Das heißt, vor der eigentlichen Operation wird eine Chemo- und Strahlentherapie zur Verkleinerung des Tumorleidens durchgeführt. In ausgewählten Fällen kann das Geschwür auch ohne Baucheröffnung durch eine Operation über den After entfernt werden.
Magen
Gallenblase und Gallenwege
Bösartige Veränderungen der Gallenblase werden durch die Entfernung der Gallenblase und des umgebenden Lebergewebes behandelt. Oftmals wird die Diagnose eines Gallenblasenkarzinom erst bei der feingeweblichen Untersuchung der Gallenblase nach Operation bei Gallenblasensteinen festgestellt (Zufallsbefund). In diesen Fällen ist eine spezielle Therapie (Chemotherapie) in der Regel nicht erforderlich.
Bösartige Veränderungen im Bereich der Gallenwege werden zusammen mit Chirurgen und Internisten (Gastroenterologen) behandelt. Wenn operiert wird, muss eine neue Verbindung zwischen den Gallenwegen und dem Darm geschaffen werden (Bilio-Digestive-Anastomose).
Leber
Bei Lebertumoren oder Lebermetastasen werden Operationen durchgeführt, die auf die Lage der Veränderung in der Leber und auf deren Größe abgestimmt sind. Dazu zählen: anatomische Leberresektion wie Hemihepatektomie (Entfernung des rechten oder linken Leberlappens), Entfernung von Teilsegmenten der Leber und atypische Lebersegmentresektione sowie Tumornekrotisierung durch Alkoholeinspritzung.













