„Fachkraft für außerklinische Intensivpflege“
Spezielle Weiterbildung für die Pflege von Patienten außerhalb der Intensivstationen.
Das Bildungszentrum St. Hildegard Osnabrück erweitert sein Fortbildungsangebot um eine neue Qualifizierungsmaßnahme zur „Fachkraft in der außerklinischen Intensivpflege“. Damit sollen die speziellen Anforderungen an die Pflegefachkräfte von ambulanten und stationären Pflegeinrichtungen erfüllt werden, die mit der Betreuung von heimbeatmeten Patienten beauftragt sind.
Die Fortschritte der Intensivmedizin und Intensivpflege haben die Überlebenschancen der Patienten zunehmend verbessert. Zugleich nehmen jedoch Erkrankungen der Atemwege zu, insbesondere die Zahl der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) wird sich in den nächsten Jahren erheblich erhöhen. Verbunden sind diese Zahlen mit Problemen in der poststationären Phase, d.h. die betroffenen Patienten haben die akute Krankheitssituation überstanden und könnten eigentlich aus den Akutkrankenhäusern entlassen werden. Viele Patienten benötigen jedoch eine weitere Atemhilfe, denn sie haben in der Regel einen Luftröhrenschnitt und sind auf ein Beatmungsgerät angewiesen. Somit werden zunehmend schwerstpflegebedürftige Menschen im außerklinischen Bereich zu versorgen sein.
Die herkömmliche Grundausbildung der Pflegeberufe deckt die dafür notwendigen Kenntnisse nur unzureichend ab. Die permanente Weiterentwicklung der (Medizin-) Technik und der Pflege fordert eine Spezialistenausbildung.
Veranstalter sind die Niels-Stensen-Kliniken, Bildungszentrum St. Hildegard Osnabrück.
Das Wichtigste in Kürze…
Ziele:
- mehr Sicherheit und Kompetenzerwerb (Fach-, Methoden-, Sozial- und kommunikative Kompetenz) in der Pflege und Betreuung von (Heim-)beatmeten Patienten im häuslichen Umfeld, in Wohngruppen und in Pflegeheimen
- patientenzentrierte Versorgung schwerstpflegebedürftiger Menschen im außerklinischen Bereich
- Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit
Zielgruppe:
- Pflegende in der außerklinischen Intensivpflege bzw. in der Heimbeatmungspflege
Themenschwerpunkte:
- Anatomie und Physiologie des Respirationstraktes
- Prinzipien der Beatmung und der Noninvasiven Beatmung
- Grundprinzipien der Respiratorenentwöhnung (Weaning)
- Medizintechnik (z.B. Beatmungsgeräte, Absauganlagen Sauerstoffgeräte)
- Medizinproduktegesetz
- Atemwegsmanagement
- Technischer und medizinischer Beatmungsplatz
- Spezielles Monitoring
- Atemgasklimatisierung und Inhalation
- Spezielle Krankheitsbilder
- Spezielle Pflege und Betreuung des beatmeten Patienten/Bewohners, und relevante Prophylaxen
- Tracheostomapflege Kommunikations- und Konfliktmanagement, Deeskalationsstrategien
- Pflegeprozess, Pflegeplanung
- Spezifische Hygiene
- Prinzipien der Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie
- Überleitmanagement/Finanzierung, Prüfkonzept z.B. MDK
- Medizinisches und nichtmedizinisches Notfallmanagement
- Ernährungsmangement
- Schmerzmanagement
- Ausgewählte juristische Themen
Zugangsvoraussetzungen:
erfolgreich abgeschlossene Ausbildung…
- Gesundheits- und Krankenpflege
- Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder- Altenpflege
- Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung
Dauer:
- 224 Stunden über ca. 8 Monate zzgl. Praxisbegleitung
Beginn:
- 30.08.2010 bis 16.05.2011
Organisation
- Tagesveranstaltungen (je 8 Unterrichtsstunden)
- Unterrichtszeiten i.d.R. von 08:30 – 15:45 Uhr
Dozenten:
- (Fach-) Ärzte, Fachkräfte für Intensiv- und Anästhesiepflege,
Fachreferenten, Medizinprodukteberater, Logopäden,
Ergotherapeuten, Physiotherapeuten
Ort:
- Niels-Stensen-Kliniken, Bildungszentrum St. Hildegard
Prüfungen:
- schriftliche Klausuren, ggf. Referat
- schriftliche und praktische Abschlussprüfung sowie eine Hausarbeit mit Kolloquium
Abschluss:
- Zertifikat mit der Bezeichnung „Fachkraft für außerklinische Intensivpflege“
Gebühren: - 1.450,- Euro/Teilnehmer
- incl. Catering während der Pausen, Raummiete, Kopierkosten
- zzgl. 50,- Euro (je 60 Minuten) für eine Praxisbegleitung bzw.
praktische Prüfung sowie 0,30 Euro je gefahrene Kilometer
Bewerbungsunterlagen:
- Bewerbungsschreiben
- Lebenslauf
- Lichtbild
- Prüfungszeugnis der jeweiligen Pflegeausbildung
- Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung
- Bescheinigung des Arbeitgebers über die Freistellung zum Unterricht
Anmeldung:
- die schriftliche Anmeldung gilt als angenommen, wenn keine Absage erteilt worden ist.
- Anmeldungen werden in Reihenfolge der Eingänge bearbeitet
Anmeldeschluss:
- 31.07.2010
Bewerbungen und für weitere Fragen:
Niels-Stensen-Kliniken
Bildungszentrum St. Hildegard
Ansgar Rotert
Detmarstr. 2 - 4,
49074 Osnabrück,
Tel.: 0541/326-7700 oder 7706
Fax: 0541/326 - 7710
E-Mail: ansgar.rotert@bzsth.de
Lehrgangsleiter:
Ansgar Rotert
Dipl. Pflegepädagoge (FH)
Fachkraft für Intensiv- und Anästhesiepflege
Atmungstherapeut (DGP)
Grundlage der Fachweiterbildung:
AG Heimbeatmung und Respiratorenentwöhnung e.V. (Hrsg.): Richtlinien
des Arbeitskreises Heimbeatmung und Respiratorentwöhnung e.V.
(www.heimbeatmung.de)
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.
(Hrsg.): S2-Leitlinie. Nichtinvasive und invasive Beatmung als Therapie
der chronischen respiratorischen Insuffizienz. (www.pneumologie.de)
Publikation: 17.12.2009
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) und der Arbeitsgemeinschaft für Heimbeatmung und Respiratorenentwöhnung e.V.
(Hrsg.): Betreuung von Patienten mit maschineller Beatmung unter häuslichen und heimpflegerischen Bedingungen. www.bundesinitiative-ausserklinische-intensiv-versorgung.de. O.J.
MDK Gemeinschaft (Hrsg.): Langzeitbeatmung und Langzeitsauerstofftherapie.
Arbeitshilfe zur sozialmedizinischen Begutachtung in der MDK-Gemeinschaft.
Projektgruppe P34 Langzeitbeatmung. Leitung Mühlbauer, W., MDK Niedersachsen.
Mai 2004







